Exhibitions

 Galerie Wagner + Partner
 Galerie Wagner + Partner

Eckart Hahn

Myzel

20.03.2015 – 25.04.2015

Artist Talk mit Marie Kaiser (radioeins) am 15.04.2015 in der Galerie

Künstlergespräch mit Marie Kaiser, Radio Eins: 15. April, 19 Uhr

Wagner + Partner freut sich, mit Myzel die vierte Einzelausstellung des Malers Eckart Hahn (*1971) in Berlin zu präsentieren.

Myzel verbindet - wie ein assoziativer Spaziergang - eine Reihe von Arbeiten, in denen Hahn seine symbolhaften, surreal anmutenden Bildthemen durch einen überraschenden Umgang mit der malerischen Oberfläche auf die Spitze treibt. Er legt in der Arbeit Concerto Fragile beispielsweise malerisch abdunkelnde Bereiche über das Bildmotiv, so dass ein brüllender Chor von Tieren wie stummgeschaltet erscheint oder er reißt mit hellen oder dunklen Spots bestimmte Bildpartien aus ihrer Harmonie heraus.

Formale Brüche in einer realistischen Darstellungsweise sind für Hahn wichtige Bestandteile seiner Arbeit. So bezeichnet er die Oberfläche als eine Art Körpersprache der Bildidee.

Wiederkehrend in seinen Bildern sind Tiermotive mit einer mittelalterlich anmutenden Symbolik als menschliche oder dämonische Kräfte wie in der Arbeit Horseback oder hyperrealistische gemalte Massen, die wie ausgedrückte Ölfarben eine Reflexion über den Prozess des Malens darstellen. Fast scheinen sie in der Arbeit RGB wie ein ironischer Kommentar Eckart Hahns auf die Mühen der Bildproduktion: ein pfauenähnlicher Vogel legt statt des Eies des Kolumbus nur ein paar mühsame Farbkleckse in den Grundfarben Rot, Grün und Blau.

Seine differenzierte Farbmodulation und das Behandeln seiner Motive verleiht den Bildern eine eigentümliche Stille. Sein besonderer Umgang mit der malerischen Oberfläche und das Umkreisen wiederkehrender Bildmotive verbinden die Bilder Hahns jenseits ihrer singulären Aussagen. Diese Verknüpfung umschreibt der Künstler mit einem Pilzgeflecht (Myzel):

„Es ist das feine unsichtbare Geflecht im Boden. Es ist der eigentliche Pilz, von dem man nur die Fruchtkörper an der Oberfläche sieht. So sehe ich meine Arbeit: Ein Gespinst aus unsichtbaren Strängen, die im Bild sichtbar werden" (Eckart Hahn).

 Galerie Wagner + Partner
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