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 Galerie Wagner + Partner
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Bastian Börsig

pitching pennies

08.02.2019 – 30.03.2019

pitching pennies folgt simplen Spielregeln: Beim Schnippen einer Münze gegen die Wand geht es darum, den Abstand vom Geldstück zur Wand möglichst gering zu halten. Ob es nun Fuchsen, pitching, Knippern oder Pinkern heißt - Börsig ergreift wie im Spiel jene Momente des Flüchtigen, um aus diesem Dazwischen eine Bilderwelt von enormer Sogkraft zu schaffen.

Börsigs Interesse gilt der Entwicklung der Dinge selbst, von Form zu Form, um auch dem Nicht-Sein Raum zu geben und dieses abzubilden. Hier und da erkennt man ein Gitter, einen Zweig, ein paar Beine… Und schon erahnt man die Bewegung einer fast aufgelösten Figur. Strukturen und Gegenstände verschwinden unter Farbwolken, um dann an anderer Stelle wieder aufzutauchen und erneut Substanz zu bekommen. Transformation eines Ding-Bildes zu einem Farb-Bild und wieder zurück, nur ein Augenblick, ehe die Münze wieder weg ist!

Indem er Öl mit Lack und Acryl mit Kohle mischt, produziert Bastian Börsig Strukturen abblätternder Farbe und ungewöhnliche Trocknungsflächen. Die oberste Schicht reißt auf, da sie schneller trocknet als die darunter liegende, ein kalkuliertes Craquelé, das kalkulierte Eigenwilligkeit beweist. Börsig sortiert immer wieder neu, schnippt alles um, sodass aus dem Vorgefundenen Flüchtig-Neues entsteht.

Bastian Börsig (*1984) studierte in Karlsruhe und Warschau. Er erhielt bereits zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt stellte er in New York aus. Börsig lebt und arbeitet in Karlsruhe, pitching pennies ist seine vierte Einzelausstellung bei Wagner + Partner.

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